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Der Tag der OP

7:45 Uhr – beim Nuklearmediziner –

Auf einen Schnack mit den beiden anderen Frauen, die heute ebenfalls an der Brust operiert werden. Vertrautheit.

9:30 Uhr – Aufnahme auf der Station –

WARTEN, WARTEN, WARTEN

13:00 Uhr – Blutdruck messen vor der OP –

„Sie sind tiefenentspannt, oder?“ So sieht es aus! 🙂

13:21 Uhr – Es geht los –

Also, an mir liegt es nicht, dass es so lange dauert. Im OP geht es zu wie im Taubenschlag. Dennoch stehe ich oft in meinem Klinikbett irgendjemandem im Weg rum und warte. Bis ich verkabelt auf der passenden Liege im richtigen Saal bin, vergeht einiges an Zeit. Um 14:35 Uhr schaue ich zuletzt auf die Uhr …

16:05 Uhr – Aufwachraum –

„Wollen Sie ein Schmerzmittel?“ – Nein. „Wirklich nicht?“ – Nein, wirklich nicht.

16:50 Uhr – Immer noch Aufwachraum –

Der eine Pfleger zum anderen: „Frau Lotz will hoch“. „Hat sie ein Schmerzmittel bekommen?“ – Nein, wollte sie nicht. Pfleger 2 kommt zu mir. „Frau Lotz, Sie sollten ein Schmerzmittel nehmen. Ich kann Sie nicht ohne Schmerzmittel auf Station lassen.“ – Aber ich habe Angst, dass mir schlecht davon wird. (Unangenehme Erinnerungen an meine Mandel-OP 2003 steigen vor meinem inneren Auge auf). „Dann gebe ich Ihnen erstmal nur die halbe Ration.“ – Na gut.

17:10 Uhr – Ja, immer noch Aufwachraum –

„Wollen Sie noch die andere Hälfte vom Schmerzmittel?“ – Ja, okay.

17:20 Uhr – Wieder auf dem Zimmer –

Essen, Familie, erste Gespräche

21:10 Uhr – Mehrere Arztbesuche und Untersuchungen später – 

Ich muss ein zweites Mal operiert werden. Es hat sich ein fieses, dickes Hämatom gebildet, was abgesaugt werden muss. Es tut weh. Der OP-Saal ist aber belegt und meine Eisen-Werte sind zu gut, um Druck zu machen und einen zweiten OP-Saal zu öffnen. Im Grunde ja eine gute Nachricht. Es heißt, es dauert noch rund 2 Stunden.

22:17 Uhr – Es geht schon los –

Skurrile Atmosphäre im OP im Erdgeschoss. Dunkler als sonst, weniger hektisch, kaum Menschen. Ich werde im Aufwachraum verkabelt. Ein Pfleger begrüßt mich mit „Oh, da ist ja wieder die Frau, die keine Schmerzmittel wollte.“ Ich antworte mit „Das war VOR dem Hämatom.“ (das tut nämlich ordentlich weh). ALLES RICHTIG GEMACHT – ich werde wieder erkannt 😉 Trotz der zweiten OP, die gleich ansteht, finde ich das eigentlich gerade ziemlich lustig hier unten. 😀

0:15 Uhr – Wieder zurück –

Voller Narkosemittel, aber glücklich, dass jetzt alles erledigt ist. WHAT A DAY!!

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